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Ein historischer Rückblick
Vor mehr als 800 Jahren wurde Horsens gegründet. Archäologen haben Reste aus der Steinzeit und von Häusern, Werkstätten und ein Gräberfeld aus der Wikingerzeit gefunden. Der arabische Geograf al-Idrisi hat 1154 auf seiner Weltkarte Horsens als „kleine schöne Stadt“ gekennzeichnet. Schön ist die Stadt auch heute und die Geschichte der Gegend ist lang, ereignisreich und spannend. Das heutige Straßennetz in der Innenstadt wurde ca. 1300 angelegt. Die damalige Bebauung ist vermutlich auf Befehl des Königs zu einer Mittelalterstadt im Sinne der Zeit umgebaut worden. Aus dieser Zeit gibt es auch Informationen über das Stadtrecht, das eigene Siegel und das erste Rathaus, dass in unmittelbarere Nähe der Vor Frelser Kirche lag. Gleichzeitig ließ König Erik Menved bei Bygholm eine Wehrburg erbauen, über deren Reste heute ein Hügel aufgeschichtet wurde.
Vitus Bering 1681 wurde der größte Entdecker Dänemarks, Vitus Bering, in Horsens geboren. Anfang des 18. Jahrhunderts hat ihn der russische Zar zum Leiter der zwei größten wissenschaftlichen Expeditionen der damaligen Zeit ernannt. Er entdeckte die Meerenge zwischen Sibirien und Alaska, die heute seinen Namen trägt. Außerdem kartierte er die Westküste Nordamerikas. Daraufhin wurde das heutige Alaska dem Reich des russischen Zaren zugeschlagen. Vitus Bering starb 1741 auf der Beringinsel. Ein Denkmal finden Sie im Beringsparken im Stadtkern von Horsens; daneben gibt es auch eine interessante Ausstellung im Horsens Museum.
Reiches architektonisches Erbe Das reiche architektonische Erbe von Horsens geht bis auf das 18. Jahrhundert zurück. Großkaufleute dominierten die Region durch den Handel mit landwirtschaftlichen Produkten und eigenen Gütern. Dieser Reichtum kam der Stadt zugute. Die Kaufleute bauten neue Gebäude und überall wurden große Fachwerkhäuser mit reizvollen Straßenfassaden errichtet. Im Stadtkern sieht man das „Lichtenbergsche Palais” – einen der schönsten Barockbauten Dänemarks. Das Palais wurde 1744 von Etatsrat Gerhard de Lichtenberg erbaut und dient heute als Hotel. Am deutlichsten kommt der Reichtum in der Grabkirche der Kaufleute, Klosterkirken (erbaut um 1260) zum Ausdruck. Viele Teile des Inventars sind Geschenke der reichen Familien. In den Jahren 1780-1807 wohnten vier Prinzen und Prinzessinnen des russischen Fürstenhauses in Horsens. Alle vier wurden in der Klosterkirche beerdigt. Der Altar wurde von P.A. Schou nach einem Gemälde von El Creco gemalt. Die Altarflügel zeigen die zwölf Apostel und vier Heilige, u.a. Franz von Assisi.
Die Dominanz der Industrie 1830 wurde die erste Eisengießerei in Jütland in Horsens gegründet. Danach folgte die Tabakindustrie und eine Seifen- und Parfümfabrik. 1868 ist ein neuer Hafen gebaut worden und die Stadt erhielt einen Anschluss an die Jütländischen Eisenbahnen. Die Stadt litt sehr unter den Wirtschaftskrisen des 19. Jahrhunderts. Die Nachwirkungen dauerten bis in die 70er Jahre an. Diese Entwicklung ist Industriemuseum dargestellt.
Die Stadt und das Zuchthaus 1853 wurden die ersten Gefangenen nach Horsens verlegt. Diese sollten das im Bau befindliche Gefängnis in den folgenden Jahren fertigstellen. Ein Zuchthaus in der Stadt zu haben, wirkte für Jahrzehnte prägend und hatte Horsens auch über viele Jahre einen zweifelhaften Ruf beschert. Die Schicksale in den knapp 7 m2 grossen Zellen des Zuchthauses kann sich heute kaum einer vorstellen. Aber im März zur Zeit der Krimimesse besteht die Möglichkeit das inzwischen geräumte Gebäude zu besichtigen. In der Nähe von Horsens, bei Enner, ist vor wenigen Jahren ein neu erbautes Staatsgefängnis eingeweiht worden.
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